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authorMatthias Andreas Benkard <code@mail.matthias.benkard.de>2026-08-15 10:51:11 +0200
committerMatthias Andreas Benkard <code@mail.matthias.benkard.de>2026-08-15 10:51:11 +0200
commit2b1841e17533543d1cb15220ca86a2a37c853daf (patch)
tree01b940cb06c5abc36704d2d4853343ee7b38ce02 /deploy
parent5700bbcb89186e432c5c7dd232b61c052de8e784 (diff)
Die Web-App rechnet im Browser statt auf dem Server
Bisher lief die Weboberfläche auf einem JDK-HttpServer: Uploads landeten als temporäre Dateien auf dem Server, die Synopse entstand dort. Das kostete Betrieb (systemd, Reverse Proxy, Rate-Limiting, Timeouts) und verlangte ein Datenschutzversprechen, das nur zusicherbar, nicht nachprüfbar war — gerade Entwurfstexte verließen den Rechner der Nutzer:innen. Neu übersetzt `./mvnw -Pwasm package` dieselbe Pipeline mit GraalVM Web Image (`native-image --tool:svm-wasm`) nach WebAssembly, PDFBox eingeschlossen. Ausgeliefert werden nur noch statische Dateien; gerechnet wird im Browser. Die erzeugte Synopse ist byteweise identisch mit der der Befehlszeile (SHA-256 verglichen für IfSG 48/27/21 und BayJG 151/3/54). Die Befehlszeile bleibt unberührt: `./mvnw package` erzeugt unverändert das JAR, alle Optionen und Meldungstexte sind gleich, das Wasm-Profil ist rein additiv und verlangt Oracle GraalVM 25.1+ (die CE hat kein Web Image). Portabilitätsschnitt (nützt beiden Fassungen): * `Quelle` (Name + Bytes) ersetzt `Path` in der Pipeline; nur die Befehlszeile kennt noch ein Dateisystem. Der Name trägt genau den bisherigen `getFileName()`-Text, damit Warnungen und Quellenzeile wortgleich bleiben. * `DateiTyp` erkennt PDF/XML/Klartext an den Signaturbytes. Tika entfällt — eine schwergewichtige Abhängigkeit samt ServiceLoader- und XML-Konfiguration weniger, was der Wasm-Übersetzung unmittelbar zugutekommt. Vier Eigenheiten von Web Image, die der Quelltext jeweils an Ort und Stelle vermerkt: * `java.util.zip.Inflater` ist nicht angebunden (GR-65205), ohne Inflate ist kein PDF lesbar. `InflaterErsatz` substituiert ihn durch jzlib. * Typisierte JS-Felder lassen sich nicht nach `byte[]` umsetzen („byteArrayHub is not defined“); der Dateiinhalt wandert als Base64. * JULs Standardformatter ruft `StackWalker`, den es dort nicht gibt. * Im Worker fehlt `document.currentScript`, worauf die Laufzeit das Wasm-Modul neben `worker.js` sucht; die VM wird deshalb mit ausdrücklichem Pfad ein zweites Mal gestartet. Die Reachability-Metadaten stammen aus einem Lauf des Tracing-Agents über die Pipeline; die PDFBox- und FontBox-Ressourcen sind als Globs ergänzt, sonst scheitern PDFs an „Could not find referenced cmap stream Identity-H“. Entfallen: WebMain, UploadHandler, StaticHandler, Multipart und die systemd-Unit. Die nginx-Vorlage liefert jetzt statische Dateien aus, und die Datenschutzseite sagt, was nun stimmt: Die Dateien verlassen den Rechner nicht. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com> Change-Id: I38faf2ac0f764d601f080d4276babe4747773683
Diffstat (limited to 'deploy')
-rw-r--r--deploy/aendggner-web.service41
-rw-r--r--deploy/nginx-aendggner.conf42
2 files changed, 25 insertions, 58 deletions
diff --git a/deploy/aendggner-web.service b/deploy/aendggner-web.service
deleted file mode 100644
index f87bbb8..0000000
--- a/deploy/aendggner-web.service
+++ /dev/null
@@ -1,41 +0,0 @@
-# systemd-Unit für den ÄndGgner-Webserver.
-#
-# Installation (Beispiel):
-# sudo cp deploy/aendggner-web.service /etc/systemd/system/
-# sudo useradd --system --home /opt/aendggner --shell /usr/sbin/nologin aendggner
-# sudo cp -r . /opt/aendggner && sudo chown -R aendggner:aendggner /opt/aendggner
-# sudo systemctl daemon-reload
-# sudo systemctl enable --now aendggner-web
-#
-# Erwartet, dass zuvor "mvn package" gelaufen ist, sodass target/aendggner-*.jar
-# und target/libs/* existieren.
-
-[Unit]
-Description=AendGgner Web-App
-After=network.target
-
-[Service]
-Type=simple
-User=aendggner
-Group=aendggner
-WorkingDirectory=/opt/aendggner
-ExecStart=/bin/sh -c 'exec java -cp "target/aendggner-*.jar:target/libs/*" eu.mulk.aendggner.web.WebMain'
-Environment=AENDGGNER_WEB_PORT=8080
-Environment=AENDGGNER_WEB_BIND=127.0.0.1
-Restart=on-failure
-RestartSec=5
-
-# Ressourcen-Obergrenzen: hält den Dienst auf einem kleinen Server in Schach,
-# selbst wenn die Anwendungs- und Proxy-seitigen Limits einmal nicht greifen.
-MemoryMax=512M
-CPUQuota=150%
-TasksMax=128
-
-# Härtung
-NoNewPrivileges=true
-PrivateTmp=true
-ProtectSystem=strict
-ProtectHome=true
-
-[Install]
-WantedBy=multi-user.target
diff --git a/deploy/nginx-aendggner.conf b/deploy/nginx-aendggner.conf
index f4667fb..46eacb5 100644
--- a/deploy/nginx-aendggner.conf
+++ b/deploy/nginx-aendggner.conf
@@ -1,9 +1,8 @@
-# Reverse-Proxy-Vorlage für den ÄndGgner-Webserver. Übernimmt TLS-Terminierung und
-# Rate-Limiting; der Java-Prozess selbst bindet nur an 127.0.0.1 (siehe aendggner-web.service).
+# Vorlage für die Auslieferung der ÄndGgner-Browserfassung. Es gibt keinen
+# Anwendungsprozess mehr: Der Server liefert nur statische Dateien aus
+# (Inhalt von target/web/), gerechnet wird im Browser.
#
-# Vor dem Einsatz anpassen: server_name, ssl_certificate(_key) (z. B. via certbot).
-
-limit_req_zone $binary_remote_addr zone=aendggner:10m rate=10r/m;
+# Vor dem Einsatz anpassen: server_name, ssl_certificate(_key) (z. B. via certbot), root.
server {
listen 80;
@@ -20,20 +19,29 @@ server {
ssl_certificate /etc/letsencrypt/live/aendggner.example.org/fullchain.pem;
ssl_certificate_key /etc/letsencrypt/live/aendggner.example.org/privkey.pem;
- # Muss zum Upload-Limit von UploadHandler (MAX_BODY_BYTES, aktuell 40 MB) passen.
- client_max_body_size 40m;
+ # Inhalt von target/web/ — ohne aendggner.js.wat, das nur ein Zwischenschritt
+ # des Übersetzers ist.
+ root /var/www/aendggner;
+ index index.html;
- location / {
- limit_req zone=aendggner burst=5 nodelay;
+ # Ohne diesen Typ lehnt der Browser die Streaming-Instanziierung des Moduls ab.
+ types {
+ application/wasm wasm;
+ }
- proxy_pass http://127.0.0.1:8080;
- proxy_set_header Host $host;
- proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
- proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
- proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;
+ gzip on;
+ gzip_types application/wasm application/javascript text/css text/html;
+ gzip_min_length 1024;
- # Etwas großzügiger als der 30s-Timeout der Anwendung, damit deren eigene
- # 504-Antwort den Nutzer erreicht statt eines nginx-eigenen Timeouts.
- proxy_read_timeout 35s;
+ # Das Wasm-Modul ist einige Megabyte groß und ändert sich nur mit einer neuen
+ # Fassung; vorkomprimierte .gz/.br daneben zu legen lohnt sich (ngx_brotli bzw.
+ # gzip_static).
+ location ~ \.(wasm|js|css)$ {
+ expires 7d;
+ add_header Cache-Control "public";
+ }
+
+ location / {
+ try_files $uri $uri/ =404;
}
}